Extreme Networks präsentiert Wi-Fi 7 Access Points und High-Speed Switches für Rechenzentren

Extreme Networks hat auf der hauseigenen Extreme Connect 2025 in Paris eine breite Palette neuer Netzwerkgeräte vorgestellt, die das Portfolio von der Rechenzentrumsinfrastruktur bis hin zum modernsten Wi-Fi 7 Access-Point abdecken. Damit adressiert der Hersteller aktuelle Anforderungen an Performance, Sicherheit und Cloud-Management in Campus- und Data Center-Umgebungen.
Rechenzentrum: 7830- und 8730-Switches für maximale Bandbreite
Im Data Center-Segment setzt Extreme mit dem 7830-Switch neue Maßstäbe: Auf nur zwei Höheneinheiten bietet das Gerät eine hohe Portdichte mit 32 × 100G QSFP28 und 8 × 400G QSFP-DD. Zwei zusätzliche VIM-Slots ermöglichen flexible Erweiterungen, etwa mit weiteren 16 × 100G oder 8 × 400G Ports. Die Non-Blocking-Architektur liefert eine Switching-Kapazität von 12,8 Tbit/s. Alle Ports unterstützen 256-Bit MACsec Encryption für höchste Sicherheit. Der Switch läuft unter dem Fabric Engine OS und ist mit Front-to-Back- oder Back-to-Front-Lüftung erhältlich – ein Muss für moderne Rechenzentren.
Für Spine/Leaf-Architekturen kommt im dritten Quartal der 8730-Switch mit 32 × 400G-Ports auf den Markt. Die Integration in die Management-Plattform Extreme One ist angekündigt, Details stehen jedoch noch aus.
Aggregation: 5120-Serie für Campus und Access
Eine Ebene tiefer im Netzwerkdesign positioniert sich die neue 5120-Serie. Sie eignet sich als Aggregations- oder leistungsfähiger Access-Switch und ist über Extreme Platform ONE sowie ExtremeCloud IQ (Cloud oder On-Premises) verwaltbar. Die Serie bietet verschiedene Modelle mit 10G RJ45 oder SFP+ Ports und bis zu 100G Uplinks. Während MACsec noch auf der Roadmap steht, fällt die Layer-3-Funktionalität mit limitierten ARP- und Routing-Einträgen eher bescheiden aus – die Switche sind somit primär für Layer-2-Umgebungen optimiert.
Access: 5320-Switch-Serie mit flexibler OS-Wahl
Im Access-Bereich erweitert Extreme die 5320-Serie. Hier können Anwender zwischen Switch Engine (EXOS) und Fabric Engine (VOSS) wählen. Die Switche unterstützen Instant Stacking (bis zu 8 Geräte, 40G Stack-Bandbreite pro Switch) und Perpetual PoE, sodass die Spannungsversorgung auch bei Neustarts erhalten bleibt. Die Modelle reichen von kompakten, lüfterlosen Varianten mit 16 Ports bis zu 48-Port-Switchen mit bis zu 740 Watt PoE-Budget. MACsec ist auf vielen, aber nicht allen Ports verfügbar. Ein echtes Highlight ist der 5320-24T-24S-4XE-XT, der 24 × 1G Kupfer- und 24 × 1G SFP-Ports kombiniert – ideal für gemischte Infrastrukturen. Allerdings fehlt die Unterstützung für 802.3bt und Multi-Gigabit-Ethernet (mGig).
Wi-Fi 7 Access-Points: 4020er-Serie für Indoor und Outdoor
Mit der neuen 4020er-Serie bringt Extreme erstmals Wi-Fi 7 (IEEE 802.11be) Access-Points für den Indoor-Einsatz. Die Geräte sind über Extreme Platform ONE und ExtremeCloud IQ/Controller verwaltbar und lassen sich in Fabric-Architekturen integrieren. Das Antennendesign (2x2:2 mit vier Antennen, davon eine als dedizierter Scan-Sensor) ermöglicht flexible Betriebsmodi: entweder mit 2,4-, 5- und 6-GHz-Antenne oder mit zwei 5-GHz-Antennen. Unterstützt werden 320 MHz Kanalbreite, 4096-QAM und Multi-Link Operation (MLO), wobei Details zur MLO-Implementierung noch offen sind. Zwei Multi-Gigabit-Ports (5G und 2,5G) dienen als PoE-Eingänge mit Failover. Die Stromversorgung erfolgt über 802.3at, der USB-Port benötigt 802.3bt. Für den Outdoor-Bereich ist ab September 2025 der AP4060 mit externer Antennenunterstützung angekündigt.
Fazit
Mit dem aktuellen Hardware-Refresh positioniert sich Extreme Networks als Komplettanbieter für moderne, skalierbare und sichere Netzwerkinfrastrukturen. Die neuen Switches und Wi-Fi 7 Access-Points bieten hohe Flexibilität, Cloud-Integration und Security-Features wie MACsec. Besonders für Betreiber von Fabric-Lösungen und Unternehmen mit hohen Anforderungen an Performance und Management eröffnen sich damit neue Möglichkeiten für zukunftssichere Netzwerke.
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