Experten Beiträge · 12.03.2021

Software-Piraterie: Der Fluch der Lizenzen

Wenn der Preis einer Software „zu schön ist, um wahr zu sein“, sollten in Ihrem Kopf die Alarmglocken schrillen. Denn tatsächlich hat auch ein Software-Händler nichts zu verschenken, sondern muss sein Geld sauer verdienen. Bietet er Software zum Schnäppchenpreis an, liegt der Verdacht nahe, dass es sich mitnichten um das Original, sondern vielmehr um eine illegale Raubkopie handelt.

Irren ist menschlich, aber teuer

Freilich können Unternehmen ein hübsches Sümmchen Geld sparen, wenn sie alle Warnzeichen in den Wind schießen und auf Schnäppchenjagd gehen. Doch am Ende zahlen sie meist drauf. Denn der Kauf und die Nutzung von illegalen Programmen sind alles andere als ein Kavaliersdelikt und können teuer bestraft werden. Zudem kann sich das Unternehmen bei solch schmutzigen Geschäften leicht infizieren und hat dann ein größeres Problem als nur Dreck am Stecken.

Wenn Piraten den PC kapern

Anbieter illegaler Software lassen selten so hohe Sicherheitsstandards walten wie die Originalhersteller. Schon beim Herunterladen der Software besteht demnach ein erhöhtes Risiko, das unternehmenseigene IT-System mit Malware zu infizieren. Hinzukommt, dass bei nicht lizenzierter Software in vielen Fällen keine Sicherheits-Upgrades angeboten werden. Diese Tatsache erhöht die Gefahr von Cyber-Attacken enorm, wie die International Data Corporation (IDC) in einer Studie belegte.

60 % aller Malwareinfektionen stehen im Zusammenhang mit nicht lizenzierter Software!
Studie der International Data Corporation (IDC) | 2017

Die beste Verteidigungsstrategie

Wer den verbrecherischen Piraten nicht in die Fänge geraten will, sollte folgende Tipps beherzigen:

  • Kaufen Sie keine Software bei Web-Händlern, die keine legitime physische Adresse und Telefonnummer besitzen oder unseriös wirken. Auf der sicheren Seite sind Sie bei autorisierten Händlern oder renommierten Unternehmen.
  • Kaufen Sie keine Software, die „nur als CD-Version“ oder „CD only“ zu haben ist. Und erst recht keine auf selbstgebrannten Datenträgern oder USB-Sticks. Das sind fast immer Raubkopien.
  • Kaufen Sie keine Software, die als Bildungs- oder Non-Profit-Version gekennzeichnet ist. Die hier gewährten Rabatte sind Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen vorbehalten. Erhalten Sie eine derartige Version, senden Sie diese unverzüglich zurück.
  • Kaufen Sie gebrauchte Software nur, wenn Sie einen konkreten Nachweis erhalten, dass der vorherige Nutzer die Anwendungen gelöscht hat.
  • Kaufen Sie keine einzelnen Produktbestandteile wie z.B. Echtheitszertifikate (COAs) oder Product Keys, die als Lizenzen „getarnt“ sind. Sie beinhalten keine Nutzungsrechte an einer Software und sind daher keine echten Lizenzen!
  • Kopieren Sie keine Software von „guten“ Freunden oder installieren Sie diese auf mehreren PCs gleichzeitig. Damit verstoßen Sie gegen das Urheberrecht und können bestraft werden.

Mit MCL auf sicherem Kurs

Wer die Gefahren der Software-Piraterie sicher umschiffen will, kann oben genannte Tipps berücksichtigen oder gleich auf MCL vertrauen. Wir unterstützen Sie bei der Implementierung neuer Software und sorgen dafür, dass Sie nicht zu Beute werden.

Wenn Sie mehr über BIOS-Angriffe und geeignete Schutzmaßnahmen wissen möchten, kontaktieren Sie uns gerne unter software@mcl.de .

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