End-of Daten und ihre Bedeutungen

Die zweite Jahreshälfte ist in vollem Gange und bald stellt sich für viele IT-Entscheider:innen wieder die Frage: Was muss ich im Budget für 2026 einplanen? Eine wichtige Quelle zur Beantwortung dieser Frage sind, neben laufenden bzw. geplanten IT-Initiativen, die End-of Daten der Hersteller. Denn erreicht ein Produkt das Ende seines Lebenszyklus, ist es im Rahmen der eigenen Compliance oft nicht mehr einsetzbar.
Eine Frage der Compliance
Das Thema Compliance an sich ist vor diesem Hintergrund schon vielschichtig. Denn es können verschiedenste Regelungen treffen:
- Eigene Vorgaben der IT-Abteilung, welche Komponenten als einsatztauglich oder untauglich bewertet werden.
- Übergreifende Vorgaben der Firma oder des Konzerns zu dem Thema.
- Gesetzliche Vorgaben, insbesondere bei öffentlichen Institutionen oder im KRITIS-Umfeld.
Hier ist jede IT-Leitung gefragt, die zutreffende Regelung zu identifizieren. Ist das geschafft, stellt sich aber eine weitere, wichtige Frage: Welches End-of Datum muss beachtet werden? Üblicherweise geben Hersteller mehrere End-of Daten an, mit jeweils eigener Bedeutung.
Die verschiedenen End-of Daten
Die Klassiker der End-of Daten sind EoS - was an sich schon doppeldeutig ist - und EoL. Manchmal kommen auch noch weitere Bezeichnungen dazu, je nach Hersteller. Hier die wichtigsten, in der üblichen Reihenfolge:
- End of Sale (EoS)
Das End of Sale gibt den Zeitpunkt an, ab dem das betroffene Produkt nicht mehr neu gekauft werden kann. Etwaige Lagerbestände werden in aller Regel vorher über Rabatte abgebaut und ab dem EoS für Wartungsfälle zurückgehalten. - End of Software Maintenance (EoSM)
Ein Status, den nicht jeder Hersteller nutzt. Das End of Software Maintenance ist der Zeitpunkt, ab dem für das Produkt keine weitere Soft- bzw. Firmware mehr entwickelt wird. Selbst Bugfixes für Probleme sind ab dem End of Software Maintenance nicht mehr garantiert. - End of Support (EoS) bzw. End of Service Life (EoSL)
Normalerweise mit deutlichem Abstand zum End of Sale gesetzt. Das End of Support gibt an, ab wann keine reguläre Unterstützung seitens des Herstellers für das betroffene Produkt erfolgt. Die konkreten Details variieren je nach Hersteller - von überhaupt kein Support mehr bis eventueller Support bei schwerwiegenden Bugs ist alles möglich. - End of Life (EoL)
Mit dem End of Life endet der Lebenszyklus eines Produkts. Ab diesem Zeitpunkt wird definitiv kein Support mehr seitens des Herstellers geboten. Auch Systemhäuser können ab diesem Zeitpunkt keinen Support mehr leisten.
Empfehlung
Mit Blick auf die verschiedenen End-of Daten lassen sich zwei konkrete Empfehlungen ableiten:
- Bereits das End of Sale sollte zu einer Umplanung führen: Welche Komponenten werden statt den abgekündigten zum Einsatz kommen? Denn dem End of Sale folgt mit absoluter Sicherheit mind. ein End of Life.
- Spätestens mit dem Bekanntwerden eines End of Software Maintenance oder eines End of Support sollten die Budgetplanungen angepasst werden. Denn Komponenten, die keine Updates mehr erhalten, sind in den allermeisten Fällen nicht mehr mit einer Compliance vereinbar.
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