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Exchange Server SE: Neues Update ändert die Spielregeln für Hybrid-Umgebungen

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Microsoft hat mit dem Hotfix Update HU6 (KB5081755) für Exchange Server SE ein Update veröffentlicht, das mehr ist als eine technische Randnotiz. Es markiert den nächsten konkreten Schritt in der Abkündigung von Exchange Web Services - und setzt Unternehmen mit älteren Exchange-Versionen unter Zugzwang.

Was das Update enthält

HU6 führt die Unterstützung für REST-basierte Microsoft Graph API-Aufrufe in Exchange Hybrid-Umgebungen ein. Damit beginnt die schrittweise Ablösung der Exchange Web Services (EWS), die bisher die Kommunikation zwischen Exchange Server On-Premises und Exchange Online abgewickelt haben. Konkret betrifft das die sogenannten Rich Coexistence-Funktionen - also Funktionen, die Nutzer in gemischten Umgebungen täglich verwenden:

  • Frei/Gebucht-Abfragen
  • MailTips
  • Profilbilder

Diese liefen bisher vollständig über EWS. Da Microsoft EWS in Exchange Online abgekündigt hat, erfolgt nun die Umstellung auf Graph API-Aufrufe - und Exchange Server SE unterstützt diesen Schritt ab HU6.

Die Fristen - und warum sie ernst zu nehmen sind

Microsoft hat klare Termine kommuniziert:

  • Oktober 2026: EWS wird in Exchange Online standardmäßig deaktiviert
  • April 2027: EWS wird endgültig abgeschaltet

Wer bis April 2027 nicht auf Graph API umgestellt hat, verliert die Rich Coexistence-Funktionen. Frei/Gebucht funktioniert nicht mehr, MailTips bleiben stumm, Profilbilder verschwinden. Der Betrieb läuft weiter - aber die nahtlose Koexistenz zwischen On-Premises und Cloud ist unterbrochen.

Exchange 2016 und 2019: Jetzt wird es ernst

Das Update HU6 wird ausschließlich für Exchange Server SE bereitgestellt. Exchange Server 2016 und 2019 erhalten dieses Update nicht. Das bedeutet: Wer noch Exchange 2016 oder 2019 betreibt und weiterhin Rich Coexistence-Funktionen mit Exchange Online nutzen möchte, hat bis April 2027 keine technische Lösung - außer dem Wechsel auf Exchange SE. Für Unternehmen, die diesen Schritt noch nicht geplant haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen. Ein Exchange SE Upgrade ist kein Projekt, das man in wenigen Wochen nebenbei umsetzt.

Was Unternehmen jetzt prüfen sollten

Unabhängig davon, ob Exchange SE bereits im Einsatz ist oder ein Upgrade noch aussteht, gibt es konkrete Punkte, die jetzt auf die Agenda gehören: Welche Exchange-Version läuft im Einsatz - und ist ein Upgrade auf Exchange SE bereits eingeplant? Ist die dedizierte Hybrid App eingerichtet, und sind die Voraussetzungen für Graph API-Aufrufe erfüllt? Gibt es eigene Anwendungen oder Skripte, die direkt auf EWS zugreifen und ebenfalls migriert werden müssen? Wer diese Fragen heute beantwortet, hat bis Oktober 2026 noch ausreichend Zeit für eine strukturierte Umstellung. Wer wartet, gerät in Zeitdruck.

Unterstützung durch enthus

enthus unterstützt Unternehmen bei der Analyse bestehender Exchange Hybrid-Konfigurationen, der Vorbereitung auf die Graph API-Umstellung und - wo erforderlich - beim Upgrade auf Exchange SE oder der Migration nach Microsoft 365. Sprechen Sie uns an - wir schauen gemeinsam, wo Sie stehen und was als nächstes ansteht. Jetzt Kontakt aufnehmen - hallo@enthus.de


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